Google Pay
Google Pay ist der Bezahldienst von Google für Android-Geräte. Hinterlegte Kredit- und Debitkarten werden durch eine virtuelle Kar…
Auch bekannt als: ApplePay, Bezahlen mit dem iPhone, Apple Wallet
Apple Pay ist der Bezahldienst von Apple, mit dem Kunden Kredit- und Debitkarten in der Wallet-App hinterlegen und kontaktlos per iPhone, Apple Watch, iPad oder Mac bezahlen. Statt der echten Kartennummer überträgt das Gerät eine gerätespezifische Nummer zusammen mit einem einmaligen Transaktionscode. Jede Zahlung wird mit Face ID, Touch ID oder Gerätecode freigegeben.
Beim Hinterlegen einer Karte wird die echte Kartennummer nicht auf dem Gerät gespeichert, sondern durch eine Device Account Number ersetzt — eine gerätegebundene Ersatznummer, die im Secure Element des iPhones abgelegt wird. Bei jeder Zahlung erzeugt das Gerät zusätzlich einen dynamischen Transaktionscode, der nur für diesen einen Vorgang gültig ist. Apple formuliert das so: „Deine Kartennummern werden niemals auf Apple Servern gespeichert.“ Das Terminal sieht also nie die tatsächliche Kartennummer, und ein abgefangener Datensatz lässt sich nicht wiederverwenden. Freigegeben wird jede Zahlung mit Face ID, Touch ID oder dem Gerätecode; ohne diese Authentifizierung sendet das Gerät keine Zahlungsdaten.
Deutsche Banken hinterlegen in Apple Pay ihre internationalen Debitprodukte — Debit Mastercard oder Visa Debit —, nicht die girocard. Für die Sparkassen war das 2020 der Auslöser, eine eigene Debit Mastercard einzuführen. Auf Android konnten Sparkassen und Volksbanken die digitale girocard schon lange über eigene Apps anbieten, weil die NFC-Schnittstelle dort offen ist. Auf dem iPhone war das nicht möglich, bis Apple die Schnittstelle in der EU im Dezember 2024 für Drittanbieter öffnete. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken kündigten daraufhin die digitale girocard in der VR Banking App für das dritte Quartal 2025 an — als Alternative zu Apple Pay, nicht als Teil davon.
Händler schließen keinen separaten Vertrag mit Apple. Eine Apple-Pay-Zahlung ist aus Sicht der Zahlungskette eine kontaktlose Kartenzahlung: Abgerechnet wird die Karte, die im Wallet hinterlegt ist, mit deren Interbankenentgelt und deren Akzeptanzvertrag. Wer Mastercard und Visa kontaktlos akzeptiert, akzeptiert damit faktisch auch Apple Pay. In der SoftPOS24-Anbieterdatenbank weisen 80 der 121 erfassten Anbieter Apple-Pay-Akzeptanz ausdrücklich aus (Stand 15.08.2026). Praktisch relevant ist ein Nebeneffekt: Weil die starke Kundenauthentifizierung bereits auf dem Gerät durch Biometrie erfolgt ist, entfällt bei Wallet-Zahlungen in der Regel die PIN-Abfrage am Terminal — auch oberhalb von 50 Euro.
Apple Pay funktioniert auf iPhone, Apple Watch, iPad, Mac mit Touch ID und Apple Vision Pro. Kundenseitig muss die eigene Bank den Dienst unterstützen; nicht jedes Institut in Deutschland tut das. Händlerseitig braucht es lediglich ein kontaktlosfähiges Terminal oder eine SoftPOS-App. Die häufigste Fehlvorstellung betrifft die Richtung: Apple Pay macht das iPhone zum Zahlungsmittel, nicht zur Kasse. Wer mit dem iPhone Geld einnehmen will, braucht Tap to Pay on iPhone — eine andere Funktion, die einen Zahlungsdienstleister mit entsprechender Zulassung voraussetzt und in Deutschland seit dem 3. September 2024 auch girocard-Zahlungen unterstützt.
Ein Weingut in der Pfalz kassiert im Hofverkauf per SoftPOS-App auf einem Android-Tablet. Ein Gast hält sein iPhone an das Gerät, bestätigt 68 Euro mit Face ID, die Zahlung ist in Sekunden autorisiert. Eine PIN-Eingabe am Tablet entfällt, obwohl der Betrag über 50 Euro liegt — die starke Kundenauthentifizierung hat bereits auf dem iPhone stattgefunden.
Apple Pay und Tap to Pay on iPhone werden ständig verwechselt. Apple Pay ist die Kundenseite: Man bezahlt mit dem iPhone. Tap to Pay on iPhone ist die Händlerseite: Das iPhone wird selbst zum Kartenlesegerät und nimmt Zahlungen entgegen. Ein Händler, der Apple Pay akzeptiert, kassiert damit nicht automatisch über sein eigenes iPhone — dafür braucht er einen Zahlungsdienstleister, der Tap to Pay on iPhone anbietet.
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In der Regel nicht. Eine Apple-Pay-Zahlung ist technisch eine kontaktlose Kartenzahlung mit der im Wallet hinterlegten Karte. Wer Visa und Mastercard kontaktlos akzeptiert, akzeptiert damit auch Apple Pay. Einen Vertrag mit Apple gibt es händlerseitig nicht. 80 der 121 in der SoftPOS24-Datenbank erfassten Anbieter weisen Apple-Pay-Akzeptanz ausdrücklich aus.
Weil die starke Kundenauthentifizierung bereits auf dem Gerät stattgefunden hat. Die Freigabe per Face ID, Touch ID oder Gerätecode kombiniert Besitz und Biometrie und erfüllt damit die Anforderungen der PSD2. Die 50-Euro-Grenze aus Artikel 11 der Delegierten Verordnung (EU) 2018/389 greift nur für kontaktlose Zahlungen ohne solche Authentifizierung.
Nein. Deutsche Banken hinterlegen in Apple Pay ihre Debit Mastercard oder Visa Debit. Die digitale girocard auf dem iPhone ist erst möglich, seit Apple die NFC-Schnittstelle in der EU im Dezember 2024 geöffnet hat — sie läuft dann über die App der Bank, etwa die VR Banking App, und nicht über Apple Pay.
SoftPOS24 Payment-Research: „Apple Pay". In: SoftPOS24 Payment-Glossar, Stand 2026-08-15. https://www.softpos24.com/glossar/apple-pay/Teil des SoftPOS24 Payment-Glossars mit 71 Fachbegriffen zu SoftPOS, Kartenzahlung und Zahlungsverkehr. Fehler entdeckt? Korrektur melden — wir prüfen jede Meldung.