3-D Secure
3-D Secure ist das Authentifizierungsprotokoll für Kartenzahlungen ohne physisch vorliegende Karte. Es verbindet drei Domänen — die des Acquirers…
Von MPoC über Interchange bis girocard — jeder Begriff mit einer Definition, die für sich steht, einem Praxisbeispiel, der Abgrenzung zu verwechselbaren Begriffen und der Quelle, aus der die Angaben stammen.
Das SoftPOS24 Payment-Glossar erklärt 71 Fachbegriffe aus dem Zahlungsverkehr in acht Themenfeldern. 56 Einträge sind vollständig durch Primärquellen belegt, insgesamt sind 189 Quellen verlinkt — Gesetzestexte, Standards des PCI Security Standards Council, EMVCo, Bundesbank und Herstellerdokumentation. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse und lässt sich einzeln zitieren.
3-D Secure ist das Authentifizierungsprotokoll für Kartenzahlungen ohne physisch vorliegende Karte. Es verbindet drei Domänen — die des Acquirers…
§ 270a BGB macht Vereinbarungen unwirksam, die den Schuldner verpflichten, ein Entgelt für die Nutzung einer SEPA-Basislastschrift, einer SEPA-Fi…
Ein Acquirer ist der Zahlungsdienstleister, der mit einem Händler den Kartenakzeptanzvertrag schließt, dessen Kartenumsätze bei Visa, Mastercard …
Apple Pay ist der Bezahldienst von Apple, mit dem Kunden Kredit- und Debitkarten in der Wallet-App hinterlegen und kontaktlos per iPhone, Apple W…
Attestierung meint im Zahlungsverkehr zweierlei: technisch die automatisierte, laufende Prüfung, ob ein Smartphone und die darauf laufende Zahlun…
Die Auszahlung ist die Gutschrift der eingenommenen Kartenumsätze auf das Bankkonto des Händlers, abzüglich der Entgelte des Zahlungsdienstleiste…
Autorisierung ist der erste Schritt jeder Kartenzahlung: Die Anfrage läuft vom Terminal oder der SoftPOS-App über Acquirer und Kartensystem zur k…
Die BaFin ist die deutsche Allfinanzaufsicht. Sie wurde am 1. Mai 2002 durch Zusammenlegung dreier Vorgängerbehörden gegründet, ist eine Anstalt …
Belegausgabepflicht bezeichnet die Verpflichtung aus § 146a Abs. 2 AO, jedem Kunden unmittelbar bei Abschluss eines Geschäftsvorfalls einen Beleg…
Eine Blended Rate ist ein einheitlicher Prozentsatz, den der Zahlungsdienstleister für jede Kartenzahlung berechnet, unabhängig davon, ob eine gi…
Ein Chargeback ist die Rückbelastung einer Kartenzahlung: Der Karteninhaber reklamiert bei seiner Bank, diese erstattet ihm den Betrag und holt i…
Clearing ist der Verrechnungsschritt zwischen Autorisierung und Settlement: Der Händler reicht die abgeschlossenen Umsätze ein, der Acquirer über…
Co-Badging bezeichnet die Ausstattung einer einzigen Zahlungskarte mit zwei oder mehr voneinander unabhängigen Zahlungsmarken — in Deutschland ty…
COTS bezeichnet ein handelsübliches, im freien Handel erhältliches Gerät ohne zahlungsspezifische Sicherheitshardware — also ein normales Smartph…
CPoC ist der am 4. Dezember 2019 veröffentlichte PCI-Standard für kontaktlose Kartenannahme auf handelsüblichen Smartphones und Tablets. Er regel…
Dynamic Currency Conversion ist die Umrechnung eines Zahlbetrags in die Heimatwährung des Karteninhabers noch am Bezahlpunkt, statt die Umrechnun…
Debitkarte bezeichnet eine Zahlungskarte, bei der der Rechnungsbetrag unmittelbar oder innerhalb weniger Bankarbeitstage vom verknüpften Girokont…
Das Disagio ist der prozentuale Abschlag, den der Acquirer vom Kartenumsatz einbehält, bevor er dem Händler gutschreibt. Es umfasst Interbankenen…
Ein Drei-Parteien-System ist ein Kartenzahlverfahren, in dem ein einziges Unternehmen zugleich Karten ausgibt und Händler akquiriert — beteiligt …
E-Geld ist ein elektronisch — auch magnetisch — gespeicherter monetärer Wert in Form einer Forderung gegen den Emittenten, der gegen Zahlung eine…
EMV ist das weltweite Regelwerk für Chipkartenzahlungen und legt fest, welche Daten Karte und Lesegerät austauschen, wie die Karte ihre Echtheit …
Das Geldwäschegesetz verpflichtet bestimmte Unternehmen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Zahlungsinstitute und E-Geld-Insti…
girocard ist das gemeinsame Debitkartensystem der deutschen Kreditwirtschaft. Die Karte ist direkt mit dem Girokonto verknüpft, jede Zahlung wird…
GoBD ist die Abkürzung für die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronisch…
Google Pay ist der Bezahldienst von Google für Android-Geräte. Hinterlegte Kredit- und Debitkarten werden durch eine virtuelle Kartennummer erset…
HCE erlaubt es einer Android-App, eine kontaktlose Chipkarte allein in Software nachzubilden. Die vom Lesegerät gesendeten Kommandos werden nicht…
Ein Händlerkonto ist das Konto, auf dem die Umsätze aus Kartenzahlungen eines Betriebs gutgeschrieben werden. Zwei Modelle sind verbreitet: Der A…
Interchange ist der Teil der Kartengebühr, den der Acquirer des Händlers bei jeder Kartenzahlung an die kartenausgebende Bank abführt. Für Verbra…
Interchange++ ist ein Abrechnungsmodell, bei dem der Acquirer die Händlergebühr in drei getrennt ausgewiesene Bestandteile zerlegt: das Interbank…
Ein Issuer ist das Institut, das eine Zahlungskarte an einen Kunden ausgibt, dessen Konto führt und bei jeder Kartenzahlung darüber entscheidet, …
Ein Kartensystem ist das Regelwerk und Netzwerk, nach dem Kartenzahlungen abgewickelt werden — Visa, Mastercard, girocard, American Express, Dine…
Ein Kartenterminal ist ein eigenständiges, für Zahlungszwecke gebautes Gerät, das Karten kontaktlos, über den Chip oder den Magnetstreifen liest,…
Kassensicherungsverordnung ist die Rechtsverordnung, die § 146a der Abgabenordnung technisch ausfüllt. Sie legt fest, welche elektronischen Aufze…
Ein Kassensystem erfasst Verkäufe artikelgenau, berechnet Umsatzsteuer, erstellt Belege und dokumentiert die Geschäftsvorfälle für die Buchführun…
Kontaktlos-Limit bezeichnet den Betrag, bis zu dem eine kontaktlose Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe möglich ist. In Deutschland liegt er bei 50 Eu…
Kreditkarte bezeichnet eine Zahlungskarte, bei der die Umsätze eines Zeitraums gesammelt und erst später abgerechnet werden — in Deutschland übli…
KYC bezeichnet die Pflicht von Banken sowie Zahlungs- und E-Geld-Instituten, ihre Vertragspartner vor Beginn der Geschäftsbeziehung zu identifizi…
Maestro war das internationale Debitkartensystem von Mastercard und diente auf deutschen Bankkarten jahrzehntelang als Co-Badge für Zahlungen im …
Die Merchant Discount Rate ist der Gesamtsatz, den ein Händler seinem Acquirer für die Annahme von Kartenzahlungen zahlt. Sie setzt sich aus dem …
Die MIF-Verordnung ist die Verordnung (EU) 2015/751 vom 29. April 2015. Sie deckelt Interbankenentgelte für Verbraucherkarten im Europäischen Wir…
Mindestumsatz bezeichnet zwei verschiedene Dinge: den Betrag, ab dem ein Händler Kartenzahlung überhaupt akzeptiert, und die vertragliche Klausel…
MPoC ist der Sicherheitsstandard des PCI Security Standards Council für Kartenzahlungen auf handelsüblichen Smartphones und Tablets. Veröffentlic…
mPOS bezeichnet die Kartenannahme über ein kleines, eigenständiges Lesegerät, das per Bluetooth mit einer App auf Smartphone oder Tablet zusammen…
Ein Netzbetreiber ist im deutschen Kartenzahlungsmarkt der Dienstleister, der Kartenterminals bereitstellt, betreibt, wartet und die Transaktione…
NFC ist eine Funktechnik für sehr kurze Distanzen, die auf 13,56 Megahertz arbeitet und Daten nur über wenige Zentimeter überträgt. Im Zahlungsve…
Offline-Transaktion bezeichnet eine Kartenzahlung, die ohne Rückfrage bei der kartenausgebenden Bank angenommen und erst später zur Abrechnung ei…
PCI DSS ist der Sicherheitsstandard des PCI Security Standards Council für alle Unternehmen, die Karteninhaberdaten speichern, verarbeiten oder ü…
PIN on Glass bezeichnet die Eingabe der Karten-PIN auf dem Touchscreen eines handelsüblichen Smartphones oder Tablets statt auf einem physischen …
Eine Präautorisierung reserviert vorab einen geschätzten Betrag auf dem Verfügungsrahmen oder Guthaben des Karteninhabers, ohne ihn abzubuchen. D…
PSD2 ist die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie, förmlich die Richtlinie (EU) 2015/2366 vom 25. November 2015. Sie trat am 12. Januar 2016 in Kr…
PSP steht für Payment Service Provider und bezeichnet den Dienstleister, der Zahlungen technisch abwickelt: Er nimmt die Transaktion aus Terminal…
Bei einer QR-Code-Zahlung werden die Zahlungsdaten optisch übertragen statt per Funk: Entweder zeigt der Händler einen Code, den der Kunde mit se…
SCA ist die starke Kundenauthentifizierung nach PSD2: die Prüfung von mindestens zwei voneinander unabhängigen Elementen aus den Kategorien Wisse…
Scheme Fees sind die Entgelte, die Visa, Mastercard und andere Kartensysteme von Acquirern und kartenausgebenden Banken für Autorisierung, Cleari…
Ein Secure Element ist ein eigenständiger, manipulationsgeschützter Chip, der kryptografische Schlüssel und Zahlungsdaten getrennt vom Hauptproze…
Settlement ist der Schritt, in dem tatsächlich Geld fließt: Die im Clearing ermittelten Salden werden zwischen Issuer, Kartensystem und Acquirer …
SoftPOS macht ein handelsübliches Smartphone oder Tablet ohne Zusatzhardware zum Kartenlesegerät: Die eingebaute NFC-Antenne liest kontaktlose Ka…
SPoC ist der am 24. Januar 2018 veröffentlichte PCI-Standard für die PIN-Eingabe auf dem Touchscreen eines handelsüblichen Smartphones oder Table…
Surcharging bezeichnet den Aufschlag, den ein Händler dem Kunden für die Nutzung eines bestimmten Zahlungsmittels berechnet. In Deutschland ist e…
Tap to Pay on iPhone ist Apples SoftPOS-Technologie, mit der Händler kontaktlose Karten, Apple Pay, Google Pay und Smartwatches direkt am iPhone …
Tap to Phone bezeichnet die Kartenannahme auf einem handelsüblichen NFC-Smartphone ohne Zusatzterminal und ist zugleich der Programmname, unter d…
Terminalmiete ist das laufende Entgelt für die Überlassung eines Kartenterminals, meist monatlich abgerechnet und häufig an eine feste Vertragsla…
Tokenisierung ersetzt die echte Kartennummer durch einen Stellvertreterwert, der nur in einem eng begrenzten Rahmen gültig ist — etwa für ein bes…
Die Transaktionsgebühr ist das Entgelt, das je einzelner Kartenzahlung anfällt. Sie besteht meist aus einem prozentualen Anteil am Umsatz und häu…
Trinkgeld bei Kartenzahlung bezeichnet den Aufschlag, den Gäste über das Terminal oder die Bezahl-App zusätzlich zum Rechnungsbetrag freigeben. S…
TSE steht für Technische Sicherheitseinrichtung und bezeichnet das vom BSI zertifizierte Modul, das jeden Kassiervorgang eines elektronischen Auf…
V PAY ist das europäische Debitkartensystem von Visa und wird auf deutschen Bankkarten als Co-Badge neben der girocard eingesetzt. Das Verfahren …
Ein Vier-Parteien-System ist ein Kartenzahlverfahren, bei dem Karteninhaber, Händler, kartenausgebende Bank und Acquirer beteiligt sind und Emitt…
White-Label-SoftPOS ist eine fertig entwickelte und sicherheitsattestierte SoftPOS-Technologie, die ein Spezialanbieter an Banken, Zahlungsdienst…
Das ZAG ist das deutsche Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten. Es setzt die PSD2 um, wirkt seit dem 13. Januar 2018 und bestimmt,…
Ein Zahlungsauslösedienst löst im Auftrag des Nutzers einen Zahlungsauftrag für ein Konto aus, das bei einem anderen Zahlungsdienstleister geführ…
Jeder Eintrag nennt am Ende die Quellen, auf denen er beruht, und das Datum der letzten Prüfung. Einträge, bei denen sich eine Angabe nicht vollständig aus einer Primärquelle belegen ließ, sind oben sichtbar als teilweise belegt gekennzeichnet — das betrifft aktuell 15 von 71 Begriffen.
Rechtsbegriffe nennen die maßgebliche Norm, technische Begriffe den zugrunde liegenden Standard. Wir korrigieren Fehler unabhängig davon, wer sie meldet. Korrektur melden →