SoftPOS
SoftPOS macht ein handelsübliches Smartphone oder Tablet ohne Zusatzhardware zum Kartenlesegerät: Die eingebaute NFC-Antenne liest…
Auch bekannt als: mobile Point of Sale, mobiles Kartenlesegerät, Kartenleser mit Smartphone, mobiles Kartenterminal
mPOS bezeichnet die Kartenannahme über ein kleines, eigenständiges Lesegerät, das per Bluetooth mit einer App auf Smartphone oder Tablet zusammenarbeitet. Das Lesegerät enthält die zertifizierte Sicherheitshardware samt physischer oder gesicherter PIN-Eingabe, das Mobilgerät liefert Bedienoberfläche und Internetverbindung. mPOS-Geräte kosten einmalig meist zwischen 30 und 100 Euro und benötigen keinen Netzbetreibervertrag.
Eine mPOS-Lösung besteht immer aus zwei Teilen. Der Kartenleser ist ein handflächengroßes Gerät mit NFC-Feld, häufig zusätzlich mit Chipschlitz und Tastenfeld. Er enthält die sicherheitskritischen Bauteile: den geschützten Kartenleser, die Verschlüsselungsschlüssel und die manipulationsgeschützte PIN-Eingabe. Diese Hardware wird nach dem PCI-Standard PTS POI geprüft und verliert bei physischem Eingriff ihre Schlüssel. Das Smartphone oder Tablet des Händlers ist demgegenüber unkritisch: Es zeigt Beträge an, verwaltet Artikel und stellt über Mobilfunk oder WLAN die Verbindung zum Zahlungsdienstleister her. Fällt das Mobilgerät aus, lässt es sich durch ein beliebiges anderes ersetzen.
mPOS entstand als Antwort auf die klassische Terminalmiete: Statt monatlicher Gerätemiete plus Netzbetreiberentgelt zahlt der Händler einmalig für das Lesegerät und danach nur noch prozentual je Transaktion. Anbieter wie SumUp, Zettle oder Square haben dieses Modell im Kleingewerbe etabliert. SoftPOS geht einen Schritt weiter und entfernt auch das Lesegerät, spart also die Anschaffung, koppelt die Akzeptanz dafür an die Gerätehardware des Händlers. Für Betriebe mit hohem Durchsatz oder rauem Einsatz bleibt mPOS attraktiv, weil ein separater Leser robuster ist, unabhängig vom Handyakku arbeitet und beim Gerätewechsel weiterverwendet werden kann.
mPOS ist im Vorteil, sobald Karten ohne NFC verarbeitet werden müssen: Viele Leser besitzen einen Chipschlitz und teilweise noch einen Magnetstreifenleser, SoftPOS kann beides prinzipbedingt nicht. Auch bei sehr hoher Transaktionszahl spricht einiges für den separaten Leser, weil das Händler-Smartphone nicht dauerhaft mit aktiviertem Display und NFC laufen muss. Ein weiterer Punkt ist die Arbeitsteilung im Team: Ein Leser lässt sich weiterreichen, ohne das private Smartphone des Mitarbeiters aus der Hand zu geben. Nachteile sind Anschaffungskosten, ein zweites zu ladendes Gerät und die Bluetooth-Kopplung als zusätzliche Fehlerquelle.
Ein Getränkestand auf einem Stadtfest in Graz braucht drei Kassierpunkte für einen Abend. Der Betreiber koppelt drei mPOS-Leser mit drei einfachen Android-Tablets. Die Leser laufen bei rund 600 Transaktionen pro Abend durch, ohne die Tablet-Akkus zu belasten, und verarbeiten auch Karten ohne NFC-Chip über den Chipschlitz. Nach dem Fest wandern die Geräte zurück ins Lager.
mPOS und SoftPOS werden im Marketing oft synonym verwendet, unterscheiden sich aber grundlegend in der Hardwarefrage. Bei mPOS steckt die zertifizierte Sicherheitshardware in einem separaten Lesegerät, das per Bluetooth angebunden ist. Bei SoftPOS gibt es dieses Gerät nicht, die Sicherheitsfunktionen sind in Software abgebildet und über MPoC attestiert. Ohne Zusatzgerät ist es kein mPOS.
SoftPOS macht ein handelsübliches Smartphone oder Tablet ohne Zusatzhardware zum Kartenlesegerät: Die eingebaute NFC-Antenne liest…
Ein Kartenterminal ist ein eigenständiges, für Zahlungszwecke gebautes Gerät, das Karten kontaktlos, über den Chip oder den Magnet…
SPoC ist der am 24. Januar 2018 veröffentlichte PCI-Standard für die PIN-Eingabe auf dem Touchscreen eines handelsüblichen Smartph…
Tap to Phone bezeichnet die Kartenannahme auf einem handelsüblichen NFC-Smartphone ohne Zusatzterminal und ist zugleich der Progra…
NFC ist eine Funktechnik für sehr kurze Distanzen, die auf 13,56 Megahertz arbeitet und Daten nur über wenige Zentimeter überträgt…
Terminalmiete ist das laufende Entgelt für die Überlassung eines Kartenterminals, meist monatlich abgerechnet und häufig an eine f…
mPOS nutzt ein separates, zertifiziertes Kartenlesegerät, das per Bluetooth mit einer App verbunden wird. SoftPOS kommt ohne dieses Gerät aus und nutzt die NFC-Antenne und den Bildschirm des Smartphones selbst. Wirtschaftlich heißt das: mPOS verursacht einmalige Hardwarekosten, SoftPOS nicht — dafür stellt SoftPOS deutlich höhere Anforderungen an das eingesetzte Smartphone.
In der Regel nicht. Typische mPOS-Angebote bündeln Lesegerät, App und Abwicklung bei einem einzigen Zahlungsdienstleister, abgerechnet wird prozentual je Transaktion. Der klassische Netzbetreibervertrag mit Terminalmiete und Servicepauschale entfällt. Prüfen sollten Sie stattdessen Auszahlungsfristen, mögliche Mindestumsätze und die Gebühren für Fremdwährungstransaktionen.
Bei den meisten Geräten ja. Anders als SoftPOS besitzen viele mPOS-Leser einen Chipschlitz und verarbeiten damit auch Karten, die nicht kontaktlos funktionieren oder eine Offline-PIN im Chipkontakt verlangen. Das ist ein praktischer Vorteil bei ausländischer Kundschaft und bei älteren Firmenkarten. Ob Ihr Modell einen Chipschlitz hat, steht im Datenblatt.
SoftPOS24 Payment-Research: „mPOS". In: SoftPOS24 Payment-Glossar, Stand 2026-08-15. https://www.softpos24.com/glossar/mpos/Teil des SoftPOS24 Payment-Glossars mit 71 Fachbegriffen zu SoftPOS, Kartenzahlung und Zahlungsverkehr. Fehler entdeckt? Korrektur melden — wir prüfen jede Meldung.