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Was ist Terminalmiete?

Auch bekannt als: Gerätemiete, Terminalgebühr, Kartenterminal mieten, Mietterminal

Definition

Terminalmiete ist das laufende Entgelt für die Überlassung eines Kartenterminals, meist monatlich abgerechnet und häufig an eine feste Vertragslaufzeit gebunden. Sie ist unabhängig vom Umsatz und fällt auch in Monaten ohne Kartenzahlung an. Bei SoftPOS entfällt sie, weil das Smartphone des Händlers die Rolle des Terminals übernimmt — der wirtschaftliche Kernunterschied zwischen beiden Modellen.

Redaktion: SoftPOS24 Payment-Research Geprüft: 2026-08-15 Quellen: 2 Kategorie: Gebühren & Abrechnung

Wie sich Terminalkosten zusammensetzen

Die Miete ist selten der einzige Posten. Neben ihr stehen häufig ein Netzbetreiberentgelt für Betrieb, Fernwartung und Software-Updates, eine einmalige Einrichtungs- oder Freischaltgebühr, eine Kaution und gelegentlich Entgelte je Transaktion für die technische Übermittlung. Die Deutsche Bundesbank weist in ihrer Kostenstudie für die girocard 0,07 Euro allgemeine Gerätekosten und 0,06 Euro zahlungsmittelspezifische Gerätekosten je Transaktion aus — bei Gesamtkosten von 0,60 Euro. Geräte machen dort also gut ein Fünftel der Kosten aus. Diese Zahlen sind Durchschnittswerte über alle Betriebsgrößen; ein Betrieb mit wenigen Kartenzahlungen im Monat trägt die Fixkosten auf deutlich weniger Transaktionen.

Der Umschlagpunkt zwischen Miete und SoftPOS

Ob sich ein Mietterminal lohnt, ist eine Rechnung mit zwei Größen: der monatlichen Fixbelastung und der Differenz der Prozentsätze. Ein Festterminal für 25 Euro Miete im Monat mit 0,89 Prozent Transaktionsgebühr steht gegen eine SoftPOS-Lösung ohne Grundgebühr, aber mit 1,49 Prozent. Die Differenz beträgt 0,60 Prozentpunkte. Der Umschlagpunkt liegt bei 25 Euro geteilt durch 0,0060, also rund 4.167 Euro Kartenumsatz im Monat. Darunter ist SoftPOS günstiger, darüber das Mietterminal. Daraus leitet sich die Faustregel des Portals ab: Bis etwa 4.000 Euro Kartenumsatz im Monat ist SoftPOS ohne Grundgebühr die günstigere Wahl.

Vertragslaufzeit als eigentliches Risiko

Der Mietpreis ist selten das Problem, die Bindung dagegen oft. Im deutschen Markt sind Vertragslaufzeiten bis 48 Monate belegt. Über vier Jahre summiert sich eine Miete von 25 Euro auf 1.200 Euro — mehr als der Anschaffungspreis vieler Geräte. Hinzu kommt, dass Preisanpassungsklauseln steigende Scheme Fees weiterreichen können, ohne dass ein Sonderkündigungsrecht besteht. Wer einen Mietvertrag prüft, sollte drei Punkte klären: Laufzeit und Verlängerungsautomatik, Kündigungsfrist und Textform, sowie die Bedingungen für Preisanpassungen. Ein günstiger Monatspreis mit 48 Monaten Bindung ist teurer als ein etwas höherer mit monatlicher Kündbarkeit.

Wann ein Festterminal trotzdem richtig ist

Der Wegfall der Miete ist kein Argument für sich. Ein Festterminal bleibt überlegen, wo Kundendurchsatz, Robustheit und Ausfallsicherheit zählen: im Supermarkt an der Stoßzeit, in der Gastronomie mit Trinkgeldfunktion am Gerät, überall dort, wo ein Papierbon erwartet wird oder wo Karten ohne NFC-Chip vorkommen. SoftPOS akzeptiert ausschließlich kontaktlose Zahlungen und braucht eine stabile Internetverbindung. Für Betriebe mit hohem Umsatz relativiert sich die Miete außerdem rechnerisch: Ab dem Umschlagpunkt trägt der niedrigere Prozentsatz die Fixkosten mehrfach. Die Entscheidung sollte deshalb am eigenen Kartenumsatz und Bonprofil ansetzen, nicht am Werbeversprechen „keine Gerätekosten“.

Beispiel aus der Praxis

Ein Eiscafé setzt 2.500 Euro im Monat per Karte um. Mietterminal: 25,00 Euro Miete plus 0,89 Prozent, also 22,25 Euro — zusammen 47,25 Euro. SoftPOS ohne Grundgebühr zu 1,49 Prozent: 37,25 Euro. Die Ersparnis beträgt 10,00 Euro monatlich. Bei 6.000 Euro Umsatz kehrt sich das Bild um: 78,40 Euro gegen 89,40 Euro — dann ist das Mietterminal um 11,00 Euro günstiger.

Abgrenzung — womit Terminalmiete verwechselt wird

Terminalmiete wird häufig mit dem Netzbetreiberentgelt in einen Topf geworfen. Die Miete vergütet die Überlassung der Hardware, das Netzbetreiberentgelt den technischen Betrieb: Routing, Fernwartung, Software-Updates, Anbindung an den Acquirer. Beide können getrennt oder gebündelt in Rechnung gestellt werden. Ebenfalls zu trennen ist das Disagio — es fällt umsatzabhängig an, die Miete nicht. Wer Angebote vergleicht, muss alle drei Posten addieren.

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Häufige Fragen

Ab welchem Umsatz lohnt sich ein Mietterminal gegenüber SoftPOS?

Teilen Sie die monatliche Fixbelastung durch die Differenz der Prozentsätze. Bei 25 Euro Miete und 0,60 Prozentpunkten Unterschied liegt der Umschlagpunkt bei rund 4.167 Euro Kartenumsatz im Monat. Darunter ist die Lösung ohne Grundgebühr günstiger. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Konditionen — die Faustregel von etwa 4.000 Euro gilt nur für diese Größenordnung.

Kann ich ein Kartenterminal auch kaufen statt mieten?

Ja, viele Netzbetreiber bieten beides an. Der Kauf beseitigt die monatliche Miete, nicht aber das Netzbetreiberentgelt für Betrieb und Wartung. Rechnen Sie die Anschaffung über die erwartete Nutzungsdauer gegen die Summe der Mieten und beziehen Sie ein, dass Terminals durch geänderte Sicherheitsanforderungen vorzeitig getauscht werden müssen.

Fällt bei SoftPOS wirklich keine Gerätegebühr an?

Bei den meisten Anbietern nicht, weil das vorhandene Smartphone genutzt wird. Belegte Ausnahmen gibt es aber: Einzelne Anbieter erheben monatliche Grundgebühren zwischen wenigen Euro und knapp 40 US-Dollar. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Gerät die Anforderungen erfüllt — ein Gerätetausch wegen zu alter Hardware ist eine Kostenposition, die im Preisvergleich selten auftaucht.

Quellen

Diesen Eintrag zitieren
SoftPOS24 Payment-Research: „Terminalmiete". In: SoftPOS24 Payment-Glossar, Stand 2026-08-15. https://www.softpos24.com/glossar/terminalmiete/

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